Home
NEWS

Jetzt Aufruf unterstützen: Mattel muss Lohndiebstahl und andere Formen der Ausbeutung beenden!

Wir fordern von Mattel, die Ausbeutung der ArbeiterInnen in den Zulieferfirmen zu stoppen. Fabriken, die Spielsachen für Mattel fertigen, müssen die rechtmäßg zustehenden Löhne auszahlen!

"Spielsachen fair machen!" in der WeltverbesserIn

Gleich zwei Artikel zum Thema "Spielsachen fair machen!" enthält die zweite Ausgabe des Magazins für faire Arbeitsbedingungen weltweit.

Urgent Appeal: Selbstmord bei Zulieferer von Mattel!

Aufgrund von arbeitsbedingtem Stress und ständiger Demütigung sprang eine 45-jährige Arbeiterin aus der 6. Fabriketage bei Tai Qiang, einem chinesischen Zulieferer von Mattel

Urgent Action: Mattel muss endlich handeln!

Es ist an der Zeit für Mattel, Verantwortung zu übernehmen! Die Hinterbliebenen von Nianzhen Hu warten noch immer auf eine angemessene Kompensation und Mattels Einkaufspolitik muss so verändert werden, dass die ArbeiterInnen nicht unter moralischen und physischen Druck kommen.

Mattel gibt sich unschuldig

In einem ersten Antwortschreiben auf unsere Forderungen ignoriert Mattel diese und nennt den Suizid von Hu Nianzhen bei Tai Qiang einen "Einzelfall".

Eklatante Missstände bei Transformers Produktion

Nach einem im Dezember 2011 erschienen Bericht des Institue for Global Labour & Humand Rights sind die Umstände bei Jet Fair, dem Hersteller der Transformers für Spielzeug-Gigant Hasbro in China, alarmierend.

Arbeitsbedingungen nicht egal!

Den ÖsterreicherInnen ist nicht gleichgültig, unter welchen Bedingungen das von ihnen gekaufte Spielzeug produziert wird — das zeigt eine im Herbst 2011 durchgeführte Umfrage.

Arbeitsrechtsverletzungen trotz ICTI Zertifizierung

Vor kurzem fand die Hong Kong Toy Fair statt — die größte Spielzeugmesse Asiens. Dort werden jedes Jahr Weichen für Verträge zwischen Spielzeugfirmen und ihren Zulieferern gestellt. Auf die Arbeitsbedingungen in den Fabriken wird dabei laut SACOM keine Rücksicht genommen.

Die wahre Geschichte der Olympischen Maskottchen Wenlock & Mandeville

Wenlock und Mandeville, die offiziellen Maskottchen der Olympischen Spiele 2012 und der anstehenden Paralympics, haben in den vergangenen Wochen die Bilder zu diesen sportlichen Großereignissen geprägt. Was hinter ihrer Herkunft steht, nämlich ihre Produktion in chinesischen Sweatshops, ist alles andere als sportlich oder fair.

Unfaire Olympiavorbereitung!

Unsere Partner von SACOM decken erste Fouls bei der Produktion von Maskottchen für die Olympischen Spiele 2012 auf.

Facts und Übungen zu Spielzeug

Neue Materialien von "fair spielt" für LehrerInnen und Interessierte online.

Frequently Asked Questions (FAQ)

Gibt es eine Liste von „guten“ oder „fairen“ Spielzeugen? Wo sollten KonsumentInnen ihre Spielsachen kaufen?
Leider gibt es bisher kein Gütesiegel für „faires“ Spielzeug und wir haben auch keine Liste mit „fair“ agierenden SpielzeughändlerInnen und -unternehmen. Ausnahmen bildet das Spielzeug, welches in den Weltläden angeboten wird, sowie heimisches Holzspielzeug von u.a. der Firma Matador. Bei allen anderen Unternehmen ist die Situation derzeit noch nicht so, dass wir sie mit gutem Gewissen empfehlen könnten, auch nicht bei jenen, die sich bereits engagieren.
Es gibt immer mehr Firmen, die Wert auf soziale Aspekte in der Produktion legen. Auch viele Markenfirmen machen Fortschritte – zumindest auf dem Papier – indem sie Verhaltenskodizes einführen oder sich dem sogenannten ICTI CARE Prozess anschließen. Dieser soll sicherstellen, dass Arbeits- und Menscherechte in der gesamten Produktionskette eingehalten werden. Allerdings scheitert es meist an der Umsetzung und Überprüfung dieser Politiken. Es ist wichtig, dass die ArbeiterInnen selbst, PersonalvertreterInnen und NGOs bei der Umsetzung und Überprüfung der Kodizes mitwirken. Dieses Einbeziehen wird von uns Multi-Stakeholder-Initiative (MSI) genannt, welche eine unabhängige Prüfung sicherstellen würde. Diese Multi-Stakeholder-Initiativen  gibt es bereits in der Bekleidungs- und Sportindustrie, aber noch nicht im Bereich der Spielzeugproduktion. Die Teilnahme an diesen MSI bedeutet zwar nicht automatisch, dass die Firma dadurch „fair“ wird, aber dass sie sich zu gewissen Arbeitsstandards bekennt, diese unabhängig überprüft werden und die ArbeiterInnen bei der betreffenden Multi-Stakeholder-Initiative Beschwerde einlegen können, wenn gegen die Bestimmungen des Kodex verstoßen wurde.

Warum gibt es kein Siegel für faires Spielzeug?
Wir könnten ein Spielzeug erst dann labeln, wenn wir uns 100%ig sicher wären, dass es unter fairen Arbeitsbedingungen gefertigt wurde. Dazu müssen wir uns zuerst aber sicher sein, dass in allen Produktions- und Zulieferbetrieben alle Arbeitsstandards umgesetzt werden und die Umsetzung bzw. Einhaltung dieser durch unabhängige Organisationen bzw. Initiativen überprüft werden. Und selbst dann wäre es sehr schwierig zu garantieren, dass das einzelne Spielzeug wirklich 100% „fair“ ist.

Ist ein „faires Spielzeug“ nicht teuer?
Auch wenn dies oft als Argument von Firmen vorgebracht wird, den Verhaltenskodex nicht umsetzen zu können – NEIN! Diese Behauptung ist bei näherer Betrachtung sogar lächerlich: die Lohnkosten bei einer Barbie Puppe betragen rund 0,8% des Verkaufspreises. Wenn als Extrembeispiel die Löhne verdoppelt würden, und diese Verdoppelung direkt an die KonsumentInnen weitergegeben würde, würde eine Barbie, die vorher 15 Euro kostet, nach der "Erhöhung" 15,12 Euro kosten. Außerdem sollte die Lohnerhöhung ohnehin nicht von den KonsumentInnen, sondern von der Markenfirma getragen werden, welche den Löwenanteil am Gewinn einfährt.
Neben einer reinen Lohnerhöhung sind oft andere Maßnahmen nötig, wie z.B. die Verbesserung von Belüftung und Sicherheit am Arbeitsplatz, verbesserte Schlafstätten und Essen in den Fabriken. Auch diese würden keine merkbare Verteuerung der Spielsachen hervorrufen.

Woher weiß ich, von wem bzw. wo meine Spielzeuge produziert werden?
Der erste Anhaltspunkt ist der Aufdruck bzw. das Etikett am Spielzeug selbst. Mit den darauf enthaltenen Informationen sollte alles über die Erzeuger-/Herstellerfirma in Erfahrung zu bringen sein. Dafür gibt es mehrere Datenbanken im Internet. Unter www.wer-zu-wem.de kann man/frau recherchieren, welche Marke zu welchem Unternehmen gehört. Eine kostenlose Datenbank für US-Produkte bietet die US-Federal Trade Commission (www.fcc.gov). Unter www.hoovers.com findet man eine große Datenbank mit Suchfunktion für Markenfirmen, und Corpwatch (www.corpwatch.org) bietet eine Anleitung für Nachforschungen (unter Research Tools).

Ruft die Kampagne „Spielsachen fair machen!“ zum Boykott auf?
Nein! „Spielsachen fair machen!“ möchte, dass die ArbeiterInnen ihre Jobs behalten. Es wäre die schlechteste Variante, wenn Firmen den Handel mit Fabriken oder Ländern abbrechen und sich woanders ansiedeln. Wir halten KonsumentInnen dazu an, weiterhin Spielsachen zu kaufen, damit die Firmen auch in Zukunft in den gleichen Fabriken produzieren, aber unter besseren Arbeitsbedingungen und unter weniger Leistungsdruck. Dafür bitten wir die KonsumentInnen – gemeinsam mit uns – die Firmen weiter aufzufordern, langfristige, ethisch einwandfreie Verträge mit den ProduzentInnen einzugehen.

Sind auch Klein- und Mittelbetriebe verantwortlich für die Arbeitsbedingungen bei ihren Zulieferbetrieben?
Keine Firma kann von der Verantwortung ausgeschlossen werden. Auch Klein- und Mittelbetriebe müssen die Herkunft der von ihnen weiter verwendeten Komponenten und Spielzeuge überprüfen und sich für faire Arbeitsbedingungen einsetzen. Um ihnen das zu erleichtern, können sie sich dem ICTI Care Prozess anschließen und dort eine Multi-Stakeholder Initiative einfordern.

 

 

 

 

 

ENG